Die Geschichte der Coface Deutschland
Mainzer Kaufleute und ein Frankfurter Bankinstitut gründen am 19. März 1923 die Rheinische Garantiebank Kautionsversicherungs-Aktiengesellschaft. Initiator ist der Mainzer Bankier Isaac Fulda. Seine Idee wird zum Geschäftszweck der Gesellschaft: im gesamten Reichsgebiet das Kautionsgeschäft zu betreiben.
1937 firmiert das Unternehmen in Rheinische Garantie & Kautionsversicherungs-A.G. Mainz um. Obwohl der Geschäftszweck von Beginn an alle Zweige der Kreditversicherung umfasst, beschränkt sich die Gesellschaft bis in die 50er Jahre auf reines Kautionsgeschäft.
Den größten Teil der Aktien halten zu Beginn der 50er Jahre die Münchener Rück und die Agrippina. Anfang der 60er Jahre kommt es zu einer Ausweitung des Aktionärskreises. Seither heißt das Unternehmen Allgemeine Kreditversicherung Aktiengesellschaft. Das Geschäft wird auf alle Zweige der Kreditversicherung ausgeweitet.
1995 zieht „Die Allgemeine Kredit” in das neue Gebäude am Europaplatz in den heutigen Standort auf dem Kisselberg um. Die Stadt Mainz benennt die Straße nach dem Firmengründer: Isaac-Fulda-Allee!
1995 ist in einer weiteren Hinsicht ein Eckdatum: Es gibt den zweiten großen Aktionärswechsel in der Firmengeschichte.
Im Mai 1995 erwirbt die REWE Zentralfinanz eG Köln 75 Prozent des Aktienkapitals. Die beiden Hauptaktionäre Münchener Rück und Allianz verbleiben zunächst mit je 12,5 Prozent im Aktionärskreis. Mitte 1996 kauft die REWE den Aktienbesitz der Allianz und hält nun 87,5 Prozent des Aktienkapitals.
Im Herbst 1996 der entscheidende Schritt in die Zukunft: Die Coface S.A., Paris, übernimmt von der REWE etwas über 50 Prozent des Kapitals der AK. 1998 übt die Coface dann ihr Optionsrecht aus und erhöht die Beteiligung auf 75 Prozent. Die REWE hält jetzt 12,5 Prozent des Grundkapitals, genauso wie die Münchener Rück.
15. Dezember 1999: Eine weitere Veränderung im Aktionärskreis – die REWE gibt ihre 12,5 Prozent an die Coface ab, die eine weitere Option wahrnimmt. Die Anteile jetzt: Coface 87,5 Prozent, Münchener Rück 12,5 Prozent.
Im Rahmen der Optionsvereinbarungen macht die Coface dann zum 1. Oktober 2002 den letzten Schritt und übernimmt die restlichen Anteile von der Münchener Rück. Die Allgemeine Kredit Coface, wie das Unternehmen seit dem 1. September 2002 heißt, gehört nun ganz zur Coface.
Am 1. September 2002 ist zwischenzeitlich der Startschuss in eine neue Ära gefallen: Aus der AK wird die Allgemeine Kreditversicherung Coface AG. Mit der Umfirmierung wird die Zugehörigkeit zur Coface-Gruppe nun auch durch den neuen Namen dokumentiert. Die gesamte Gruppe hat sich in ihrem Strategiepapier „New Impulse" zum Ziel gesetzt, ein einheitliches Erscheinungsbild zu vermitteln und die Stärke der Gruppe in den Vordergrund zu stellen: Eine weltweite Gruppe braucht ein globales Image. Denn die Allgemeine Kredit Coface ist seit 1996 in der Gruppe Schritt für Schritt zum Global Player geworden.
Mitte 2003 steht eine weitere Änderung an: Zum 1. Juli werden alle Stabsabteilungen auf die Allgemeine Kredit Coface Holding AG übertragen. Dazu kommen die Beteiligungen an der Allgemeine Kredit Coface Finanz GmbH (Factoring) und der Cofacerating-Holding GmbH (@rating). Die Deutschlandaktivitäten der Coface werden nun von der AKC Holding, Mainz, gesteuert.
Die Integration in die Coface-Gruppe schreitet weiter voran: Seit 1. Januar 2006 lautet die Dachmarke der deutschen Unternehmensgruppe: Coface Holding AG. Auch die operativen Beteiligungsgesellschaften haben neue Namen bekommen: Coface Kredit, Coface Finanz, Coface Debitoren und Coface Rating.
Seit dem 1. April 2008 firmiert die Holding unter Coface Deutschland AG.

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