News, Publikationen & Events
17.10.2017
Länder- und Branchenbewertungen, Pressemeldung

Coface-Studie „CEE Top 500“

Coface-Studie:-Automobil-größte-Branche-in-MOE

 

  • 2016 - ein heterogenes Jahr für Mittel- und Osteuropa: Während der Arbeitsmarkt boomte, nahmen Umsätze und Gewinne der größten Unternehmen ab
  • CEE Top 500 Unternehmen steigerten Beschäftigungszahl, das führte zu niedrigeren Arbeitslosenraten in der Region
  • Polen verzeichnete höheren Umsatz und hat weiterhin den Spitzenplatz, gefolgt von Ungarn und der Tschechischen Republik, die beide Umsatzeinbußen verzeichnen mussten
  • Automobilindustrie (+ 8,6% Umsatz) überholte erstmals Öl- und Gas (-5,6% Umsatz) als größte Branche

 

Der internationale Kreditversicherer Coface veröffentlichte die Studie der „CEE Top 500“. Die 500 größten Unternehmen in Mittel- und Osteuropa werden nach Umsatz gereiht und zusätzlich nach Faktoren, wie Anzahl der Mitarbeiter, Rahmenbedingungen der einzelnen Unternehmen, Branchen und Märkte, analysiert. Die Entwicklung in den größten Unternehmen spiegelt die Situation in der gesamten Region wider.„Mittel- und Osteuropa ist nach Deutschland der zweitwichtigste Außenhandelspartner Österreichs. Deshalb ist es essenziell, die wirtschaftlichen Trends genauestens zu beobachten“, betont Michael Tawrowsky, Country Manager Coface Austria.

 

Das Wirtschaftswachstum in der Region stieg nach dem stärksten Aufschwung von 3,5% in 2015 auch im Jahr 2016 um 2,9%. "Das gute makroökonomische Umfeld wirkte sich positiv auf die Geschäftstätigkeit aus. Die Region verzeichnete rückläufige Unternehmensinsolvenzen von 14% in 2015 und 6% in 2016", erklärt Katarzyna Kompowska, CEO Coface Mittel- und Osteuropa.

Lesen Sie mehr über die Insolvenzentwicklung in Mittel-und Osteuropa in dieser Coface-Studie. 

 

"Darüber hinaus beobachten wir eine verbesserte Situation auf den Arbeitsmärkten, die zu den niedrigsten Arbeitslosenquoten seit Beginn der Aufzeichnungen führte. Steigende Löhne, eine niedrige Inflation und eine verbesserte Konsumentenstimmung ließen den Privatkonsum zur bedeutendsten treibenden Kraft hinter der wirtschaftlichen Expansion werden, was sich auf einige Sektoren in der Region positiv auswirkte."

 

Top 500 Unternehmen: Umsatz sinkt, Beschäftigungszahl steigt

Mit Umsätzen von rund 580 Milliarden Euro mussten die Big Player einen Rückgang von 0,6% hinnehmen, die Nettogewinne sanken sogar um 3,1% auf 26,3 Milliarden Euro. Im Gegensatz zu den Umsatz- und Gewinneinbußen boomten die Beschäftigungsquoten. Die Top Player beschäftigten 4,5% der gesamten Erwerbsbevölkerung in der Region und erhöhten ihre Mitarbeiterzahl deutlich um 3,9% auf 2,24 Millionen Beschäftigte. Diese Entwicklung spiegelte sich in den rückläufigen Arbeitslosenquoten in der Region wider. In zehn Ländern sank die Arbeitslosenquote sogar um mehr als 10%, allen voran in Ungarn mit einem Rückgang um ‑25% auf 5,1% und in der Tschechischen Republik um -21,6% auf 4%, die niedrigste der gesamten Region. In den meisten zentral- und osteuropäischen Ländern sind die Arbeitslosenraten sogar noch niedriger als in Westeuropa. Estland ist das einzige Land, das mit 6,8% (+9,7%) eine höhere Arbeitslosenquote als im Vorjahr registrierte.

 

Unterschiede in den Branchen: Automobil im Aufwärts-, Öl und Gas im Abwärtstrend

Die Analyse nach Sektoren zeigt einen Markt im Wandel. Traditionelle Industrien zeigen einen rückläufigen Trend und neue befinden sich auf der Überholspur. Obwohl neun der 13 Branchen ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr erhöhen konnten, sank der Gesamtumsatz um 0,6%. Dieser Umsatzrückgang ist vor allem auf Sektoren zurückzuführen, wie Öl und Gas (-5,4%), Energie (-7,3%) und Metall (-6,4%). Die Verluste in diesen Branchen waren zu groß, um die positive Entwicklung der anderen auszugleichen.

Über die letzten Jahre verzeichnete die Öl- und Gasindustrie, die bisher das Ranking dominierte, einen Abwärtstrend. 2016 verblieben 92 Unternehmen (18,4%) in den größten 500 Unternehmen, verglichen mit 111 im Jahr 2015 (22,2%). Die Probleme in dieser Branche sind auf den schwierigen globalen Rohstoffmarkt zurückzuführen. Mehr als die Hälfte der Unternehmen aus dieser Branche büßte Plätze im Ranking ein.

Der Automobil- und Transportsektor nahm mit einem Umsatz von 128 Milliarden Euro den Spitzenplatz ein. In der EU stiegen die PKW-Neuzulassungen um zirka 7%. Diese stärkere Nachfrage wirkte sich positiv auf die Fahrzeugproduzenten in Zentral- und Osteuropa aus. Produktionsbetriebe und Hersteller von Komponenten und Ersatzteilen erhöhten ihre Kapazitäten für Westeuropa als wichtigstes Exportziel. Im Jahr 2016 war jedes fünfte Unternehmen unter den CEE Top 500 aus dieser Industrie, während es im Jahr 2015 noch 17% umfassten. Die Umsatzerlöse stiegen um 8,6% und der Gewinn um 6,8%.

 

Lesen Sie mehr in der Studie zum Download auf dieser Seite.

 

 

 

 

 

Presseveröffentlichung herunterladen : Coface-Studie „CEE Top 500“ (411,51 kB)

Kontakt


Erich HIERONIMUS

Pressesprecher
Isaac-Fulda-Allee 1
55124 Mainz
DEUTSCHLAND
Tel. : +49 6131 323 541
E-Mail : erich.hieronimus@coface.com

Oben
  • Deutsch