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04.12.2014
Länder- und Branchenbewertungen, Pressemeldung

Branchen in Nordamerika verbessert

Branchen in Nordamerika verbessert

In Nordamerika haben sich die Branchenrisiken nach Ansicht von Coface aufgrund des positiven gesamtwirtschaftlichen Ausblicks und der niedrigeren Ölpreise entspannt. Dies kommt besonders drei Branchen zugute: Chemie, Transport, Textil/Bekleidung. Coface hat sie in „niedriges Risiko“ hochgestuft.

Aktuell ist die Chemiebranche in Nordamerika wesentlich besser aufgestellt als in Westeuropa und in den aufstrebenden Ländern Asiens. Die industrielle Produktion stieg über ein Jahr betrachtet im dritten Quartal 2014 um 3,2 Prozent. Sie wird getragen von der starken Nachfrage aus den beiden wichtigsten Kundensegmenten: der Automobil- und der Bauindustrie.

Angetrieben vom Wachstum in diesem Jahr und dem zu erwartenden Zuwachs des internationalen Warenverkehrs stellt sich die Transportbranche solide dar. Während in Europa die Luftfracht unter den Auswirkungen des russischen Handelsembargos und der harten Konkurrenz mit Billigfliegern litt, profitierte der Sektor in Nordamerika von den bereits erfolgten Restrukturierungen.

Das Wachstum von Textil und Bekleidung hat sich in Nordamerika offensichtlich bei etwa zwei Prozent jährlich eingependelt. Ein reichhaltiges Angebot und die kontinuierliche Nachfrage tragen zur Stabilisierung bei. Die Baumwollfarmer Nordamerikas sind die drittgrößten Produzenten der Welt. 2012/2013 konnten sie die Produktion um 24 Prozent auf 3,5 Millionen Tonnen steigern.

Die schwache Erholung in Westeuropa und das ungelöste Problem der Überkapazitäten in Branchen mit Bezug zu Infrastrukturinvestitionen in den aufstrebenden asiatischen Ländern haben Coface dazu bewogen, ihre Branchenbewertungen für diese Regionen unverändert zu lassen. Eine Branche wird allerdings genauer beoabachtet: der Handel in Westeuropa. Die Einschätzung bleibt zwar bei „mittleres Risiko“, liegt damit aber schlechter als in Nordamerika und den aufstrebenden Ländern Asiens. Die anhaltend schwache Konsumnachfrage und die russischen Sanktionen für bestimmte Lebensmittel lassen den europäischen Händlern die Gewinne schrumpfen und verstärken den Druck auf die Preise.

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