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18.03.2015
Länder- und Branchenbewertungen, Pressemeldung

China: Ausfallrisiken steigen

China: Ausfallrisiken steigen

Eine neue Studie von Coface zum Risikomanagement von Unternehmen in China zeigt: 2014 mussten 80 Prozent Zahlungsverzögerungen in Kauf nehmen. Den Unternehmen machen mehrere Herausforderungen gleichzeitig zu schaffen: ein großer Fremdkapitalanteil, hohe Finanzierungskosten und geringe Profitabilität aufgrund von Überkapazitäten. Deshalb ist nicht damit zu rechnen, dass sich die Zahlungsproblematik kurzfristig verbessert. Zahlungsverzögerungen und nicht bediente Kredite: Die Ausfallrisiken steigen.

 

In der Coface-Studie gaben 79,8 Prozent der befragten Unternehmen an, 2014 Störungen bei den Zahlungseingängen erlebt zu haben. Das ist zwar eine leichte Verbesserung zu 2013, allerdings bleibt das Niveau seit drei Jahren ausgesprochen hoch. Mehr als die Hälfte (56,7 Prozent) der betroffenen Unternehmen musste zudem hinnehmen, dass im letzten Jahr die Höhe der verspätet gezahlten Beträge stieg. Das sind 11,7 Prozent Unternehmen mehr als im Vorjahr. 19,6 Prozent der befragten Unternehmen erlebten Verzögerungen von mehr als 90 Tagen, 2013 waren es noch 17,8 Prozent. Die Ergebnisse der Befragung zeigen, dass das Zahlungsverhalten 2014 ein großes Problem blieb.

“Die Ergebnisse unserer jährlichen Zahlungsstudie unterstreichen, was die Zahlen über nicht korrekt bediente Kredite als nachlaufende Indikatoren belegen, nämlich dass sich die chinesische Wirtschaft in einer ziemlich angespannten Situation befindet”, sagt Rocky Tung, Coface-Economist für Asien-Pazifik. „Die Anzahl notleidender Kredite stieg zum Ende des Jahres 2014 um 42,3 Prozent binnen eines Jahres, primär wegen des deutlichen Anstiegs der Kredite, die zwischen 91 und 180 Tagen überfällig waren und nicht vollständig zurückgezahlt werden konnten. Die Zahl dieser Kredite stieg um 58,8 Prozent. Diese Entwicklungen zeigen, dass die Risiken steigen, sowohl in der Realwirtschaft als auch im Finanzsystem.“ 

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