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11.09.2017
Länder- und Branchenbewertungen, Pressemeldung

Weniger Pleiten in MOE

Coface-untersucht-Insolvenzentwicklung-in-Mittel- und Osteuropa
  • Unternehmensinsolvenzen in MOE sanken 2015 um 14 Prozent und 2016 um weitere 6 Prozent
  • Große Unterschiede innerhalb der Region: von -35,6 Prozent in Bulgarien bis zu einem deutlichen Anstieg von +56,9 Prozent in Ungarn
  • Baubranche sticht weiterhin negativ hervor
  • Coface prognostiziert für 2017 weiteren Rückgang der Insolvenzen in MOE von 3,9 Prozent und für 2018 um 2,3 Prozent

Coface präsentiert die Insolvenzzahlen von 2016 für Mittel- und Osteuropa mit einer insgesamt positiven Entwicklung für die Region. Die Unternehmensinsolvenzen sanken nach 2015 (-14 Prozent) auch 2016 um 6 Prozent. Insgesamt gingen im letzten Jahr sechs von tausend Unternehmen in MOE pleite. Diese positive Entwicklung ist auf das günstige makroökonomische Umfeld zurückzuführen, bedingt durch Verbesserungen am Arbeitsmarkt mit niedrigeren Arbeitslosenquoten und steigenden Löhnen. Der Ausblick ist positiv. Coface prognostiziert für 2017 einen weiteren Rückgang der Insolvenzen in MOE um 3,9 Prozent und für 2018 um 2,3 Prozent

 

Die Studie zeigt in den 14 untersuchten Ländern sehr unterschiedliche Entwicklungen. Acht Länder meldeten für 2016 weniger Insolvenzen, allen voran Bulgarien mit einem Rückgang von 35,6 Prozent. Ungarn musste dagegen 56,9 Prozentmehr Unternehmensinsolvenzen als im Vorjahr verzeichnen. Der starke Anstieg ist vor allem auf eine höhere Anzahl der von Amts wegen initiierten Anträge zurückzuführen, die in den Statistiken von 2015 kaum berücksichtigt wurden. In Litauen stieg die Anzahl aufgrund der proaktiven Prüfung und Bereinigung durch die Steuerbehörde um 35,2 Prozent. In Polen wiederum ist der Anstieg von 2,6 Prozent auf Gesetzesnovellen zurückzuführen, die insolvente Unternehmen, aber auch solche mit Zahlungsschwierigkeiten betrafen.

 

Coface prognostiziert einen positiven Trend und einen anhaltenden Rückgang der Unternehmensinsolvenzen um 3,9 Prozent in diesem Jahr und um weitere 2,3 Prozent 2018. "Die Beschleunigung des BIP-Wachstums und die Wiederbelebung der Investitionstätigkeiten sind deutlich positive Anzeichen für Unternehmen", erklärt Grzegorz Sielewicz, Regional Economist Central and Eastern Europe bei Coface. "Ein neuer Schwung an Infrastrukturprojekten, ein stabiler Privatkonsum und die positive Entwicklung der Auslandsmärkte kurbeln die Wirtschaft an."

 

Lesen Sie mehr über die Insolvenzentwicklung in Mittel-und Osteuropa in der längeren Presse-Information und im ausführlicheren Coface-Focus. Beides zum Download auf dieser Seite

Presseveröffentlichung herunterladen : Weniger Pleiten in MOE (269,10 kB)

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Erich HIERONIMUS

Pressesprecher
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55124 Mainz
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