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26.09.2016
Länder- und Branchenbewertungen, Pressemeldung

Eine Branche im Wandel

Coface:-Autosektor-in-Frankreich-läuft-derzeit-rund
  • Automobilsektor in Frankreich in beste Risikostufe aufgewertet
  • Private Käufer treiben Verkaufszahlen nach oben, Absatzprognose 2016: plus 5,6 %
  • Risiken müssen langfristig beobachtet werden, da die Wertschöpfung in Frankreich sinkt
  • Internationalisierung der Produktion sowie von Forschung und Entwicklung unvermeidbar

Kurzfristig nur geringe Risiken erkennbar

2016 verläuft offensichtlich wenig riskant für die französische Automobilindustrie. Wurde die Branche bisher getragen vom Verkauf von Firmenfahrzeugen, stiegt nun auch die Nachfrage der Privatkäufer. So zogen die Verkaufszahlen von Januar bis Juli an. Coface erwartet für das Gesamtjahr ein Plus um 5,6 Prozent und für 2017 zwischen 1,5 und 2,5 Prozent. Deshalb hat Coface die Branchenbewertung für Automobil in Frankreich in “niedriges Risiko” verbessert, wenngleich für Zulieferer einige Ungewissheiten bestehen. Neben Automobil ist derzeit in Frankreich von insgesamt zwölf ständig beobachteten Branchen nur der Einzelhandel in der besten Risikokategorie von Coface.

 

Starke Internationalisierung

Die französische Automobilbranche befindet sich an einem Wendepunkt, denn sie verliert an Wettbewerbsfähigkeit. Der Automobilsektor verlor zwischen 2008 und 2014 29 Prozent der Wertschöpfung, im gleichen Zeitraum steigerte die Wirtschaft insgesamt diesen Wert um 3 Prozent. Die Hersteller, deren Produktionskapazitäten wegen der lahmenden Inlandsnachfrage nicht ausgelastet waren, waren gezwungen, die Kosten zu senken. Das wirkte sich nicht nur auf die eigenen Beschäftigten, sondern auch auf die Zulieferer aus. Auf dem umkämpften und engen Markt, besonders bei kleineren Autos, kann Frankreich allein mit dem Heimatmarkt nicht die erforderliche Profitabilität erreichen. Die Hersteller müssen ihr Portfolio international gestalten und im Ausland Kunden erreichen. Inzwischen haben Primärzulieferer eine um zwei Prozentpunkte höhere operative Gewinnmarge als die Hersteller.

Ein weiterer erkennbarer Trend ist, dass Hersteller und Zulieferer Forschung und Entwicklung in Zentren im kostengünstigeren Ausland verlegen. Derzeit ist der Hauptanteil noch in Frankreich, aber die Verlagerung der Forschung und Entwicklung in Emerging Countries könnte sich verstärken. Kennzeichnend für den Trend sind neue, lokale Automobilcluster mit Herstellern, Zulieferern und Subunternehmen für Logistik, Entwicklung und IT am selben Ort.

 

Weitere Infos in der Presse-Information und der Studie zum Download auf dieser Seite.

 

Lesen Sie auch eine Abhandlung über die allgemeine Lage der französischen Wirtschaft: Hier!

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Erich HIERONIMUS

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