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31.05.2017
Länder- und Branchenbewertungen, Pressemeldung

Optimismus in den VAE

Unternehmen-in-Vereinigten-Arabischen-Emiraten-sind-optimistisch
  • Unternehmen in Vereinigten Arabischen Emiraten vorsichtig optimistisch.
  • 43,5% der Exporteure und 42% der inländischen Lieferanten erwarten höhere Profitabilität, 52,2% bzw. 59% steigende Verkaufszahlen und 39% der exportierenden Unternehmen verbesserten Cashflow.
  • Ausstehende Forderungen und unbezahlte Rechnungen liegen im Durchschnitt der VAE-Unternehmen im einstelligen Prozentbereich vom Jahresumsatz.
  • Zahlungsziele länger bei gestiegenem Risikobewusstsein.
  • Inlandsorientierte Unternehmen weniger betroffen vom gebremsten Wachstum und Liquiditätsproblemen als Exporteure.

 

An der ersten Untersuchung zum Kreditmanagement von Unternehmen in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) nahmen 136 Unternehmen aus 11 Branchen teil. Die befragten Unternehmen berichteten von verlängerten Zahlungszielen. Firmenkunden reagieren auf nachlassende Verkaufszahlen aufgrund des schwächeren globalen Handels und angespannter Liquidität mit verspäteten Zahlungen. Dennoch ist die Mehrheit der Unternehmen optimistisch in Bezug auf die wirtschaftlichen Aussichten der VAE und der Golfregion.

„Die Unternehmen versuchen am leichten Aufschwung der Wirtschaft teilzuhaben. Die Diversifizierung hat dazu beigetragen, die Effekte des Ölpreis-Einbruchs auf die Gesamtwirtschaft abzufedern. Der Aufwärtstrend wird hauptsächlich getragen vom Auslandshandel mit Nicht-Öl-Produkten, dem privaten Konsum, dem Tourismus und Investitionen in die Dubai Expo 2020“,sagt Massimo Falcioni, CEO Naher Osten bei Coface. Seltem Iyigun, Regional Economist für die Region bei Coface, sieht die inlandsorientierten Unternehmen weniger betroffen von der jüngsten Verlangsamung der VAE-Ökonomie als exportierende Unternehmen.

 

Gute Aussichten für die Wirtschaft

In der Coface-Befragung zeigte sich die Unternehmen überwiegend positiv gestimmt mit Blick auf die nahe Zukunft. 31 Prozent gaben auch an, in den letzten sechs Monaten mehr verkauft zu haben. Auch die Exporteure sind verhalten optimistisch. 43,5 Prozent erwarten eine höhere Profitabilität, 52,2 Prozent steigende Verkaufszahlen und 39 Prozent einen verbesserten Cashflow. Bei den Unternehmen mit Inlandsgeschäft sehen 42 Prozent kurzfristig steigende Gewinne. 59 Prozent gehen von einer besseren Auftrags- und Absatzlage aus. Dies sagen vor allem Unternehmen aus den Branchen Bau, landwirtschaftliche Lebensmittel und Einzelhandel. Die Hauptzielländer für die Exporte sind in der Golf- und in der MENA-Region.

 

Keine gravierenden Zahlungsrisiken

Die Unternehmen in den VAE räumen ihren Abnehmern in der Regel Zahlungsziele zwischen 60 und 90 Tagen ein und erleben durchschnittliche Zahlungsverzögerungen von 30 bis 60 Tagen. Bei den exportierenden Unternehmen sind die Überziehungen im Energiesektor mit bis über 210 Tagen am längsten. Im Inlandsgeschäft warten Baufirmen am längsten. Bei Zahlungszielen von über 90 Tagen betragen die Verspätungen im Durchschnitt weitere 93,1 Tage.

Die ausstehenden Forderungen und unbezahlten Rechnungen summieren sich im Durchschnitt auf einen einstelligen Prozentsatz vom Jahresumsatz der betroffenen Unternehmen. Bei den Exporteuren sind es nach deren Angaben zwischen 2 und 5 Prozent. Bei den Unternehmen mit Kunden auf dem Inlandsmarkt gaben 18 Prozent an, dass sich die Beträge unter 2 Prozent des Jahresumsatz bewegen, bei 20 Prozent liegen sie zwischen 5 und 10 Prozent und bei 16 Prozent der Firmen bei 20 Prozent des Umsatzes. Erfahrungen von Coface zeigen, dass 80 Prozent der Forderungen, die länger als sechs Monate ausstehen, nicht mehr vollständig bezahlt werden.

 

Mehr zum Thema im Coface-Panorama zum Download auf dieser Seite.

Presseveröffentlichung herunterladen : Optimismus in den VAE (272,71 kB)

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Erich HIERONIMUS

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