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07.04.2015
Länder- und Branchenbewertungen, Pressemeldung

Deutschland in den Top 5

Deutschland in den Top 5

Etliche Industrieländer haben mit einer schwachen Konjunktur zu kämpfen. Einige Beobachter gehen von einer lang anhaltenden Konjunkturflaute aus, die von manchen sogar für ein irreversibles Phänomen gehalten wird. Bei näherer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass nicht alle Industrieländer dem Risiko einer „secular stagnation“ in gleichem Maße ausgesetzt sind. Welche der in der OECD organisierten Länder sind gut genug aufgestellt, um in den kommenden zehn Jahren wieder ein stärkeres Wachstum zu erreichen?

 

Um aus 23 Industrieländern jene herauszufiltern, die das geringste Risiko für eine lang anhaltende Wachstumsschwäche oder gar eine Phase der wirtschaftlichen Stagnation aufweisen, haben Coface-Analysten fünf Kriterien herangezogen:

  • Demografische Entwicklung
  • Innovationsfähigkeit
  • Einkommensverteilung
  • Verschuldung der privaten und staatlichen Akteure
  • Leistungsfähigkeit der Exportwirtschaft.

 

Die fünf Länder mit den besten Wachstumschancen sind demnach: Deutschland, Südkorea, die Schweiz, Belgien und die Niederlande.

 

Deutschland: Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben, die im Wesentlichen von der Privatwirtschaft aufgebracht werden, liegen über dem Durchschnitt der OECD-Länder. Die Finanzierungssysteme fördern das Wachstum kleiner Unternehmen. Neben seiner Exportstärke profitiert Deutschland auch von seiner hohen qualitativen Wettbewerbsfähigkeit.

 

Südkorea: Das Land ist führend bei qualitativ hochwertiger Elektronik und hat durch sein hohes Innovationskapital große Produktivitätsfortschritte erzielt. Die entscheidenden Faktoren dafür sind ein gutes Bildungssystem, hohe öffentliche Ausgaben für Forschung und Entwicklung und zahlreiche Patentanmeldungen. Trotz der nachlassenden Konjunktur in China und dank der starken Position auf dem Gebiet der Spitzentechnologie dürfte es Südkorea auch künftig gelingen, hohe Ausfuhren zu erzielen.

 

Schweiz: Die Schweiz legt großen Wert auf Innovation und ist vor allem auf dem Gebiet der Biotechnologie gut aufgestellt. Dank des leistungsfähigen Finanzsystems ist es für kleine und mittelständische Unternehmen relativ einfach, Bankkredite aufzunehmen. Die Finanzierung von Forschung und Entwicklung erfolgt überwiegend durch die Privatwirtschaft. Darüber hinaus weist die Schweiz eine sehr hohe nicht-preisliche Wettbewerbsfähigkeit auf, denn Schweizer Produkte gelten als besonders hochwertig. So konnten die eidgenössischen Unternehmen ihre Ausfuhren zwischen 2007 und 2013 um 27 Prozent steigern.

 

Belgien: Belgien ist eines der OECD-Länder mit der geringsten Ungleichverteilung. Gleichzeitig gehört das Land mit 82 Prozent des BIP zu den Ländern mit der offensten Wirtschaft. Der intensive Außenhandel macht das Land besonders wettbewerbsfähig.

 

Niederlande: Für die Niederlande fallen die Indikatoren recht ausgewogen und positiv aus. Zwar weist das Land mit 355 Prozent des BIP eine relativ hohe Gesamtverschuldung auf, doch mit einer durchaus vertretbaren Staatsverschuldung von 78 Prozent des BIP verfügt der Staat über ausreichend Spielraum, um die Privatwirtschaft bei Bedarf zu stützen. Eine Stärke der Niederlande sind die leistungsfähigen Häfen. Ähnlich wie Belgien gehören auch die Niederlande zu den OECD-Ländern mit der offensten Wirtschaft.

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Erich HIERONIMUS

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