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19.09.2016
Länder- und Branchenbewertungen, Pressemeldung

MOE weiter im Aufschwung

Coface-Studie-über-die-500-größten-Unternehmen-in-Mittel--und-Osteuropa

Die größten Unternehmen profitieren vom günstigen Wirtschaftsumfeld in Mittel- und Osteuropa (MOE). Das ist ein Ergebnis der jüngsten Studie von Coface „CEE Top 500“.

  • Florierende Wirtschaft: Umsätze steigen um 4,2 Prozent
  • Polen bleibt Wirtschaftsmacht in MOE, Tschechien mit dem höchsten BIP-Wachstum und niedrigster Arbeitslosenrate, ungarische Unternehmen mit größtem Umsatzwachstum
  • Branchen: 12 von 13 steigern ihren Umsatz, nur Öl und Gas weiter in Schwierigkeiten

 

2015 war ein gutes Jahr für Mittel- und Osteuropa (MOE). Das durchschnittliche BIP stieg um 3,3 Prozent, nach 2,6 Prozent 2014. Der Privatkonsum zog durch sinkende Arbeitslosigkeit und höhere Gehälter an. Zudem stützten die EU-Fördermittel die Investitionen. Kurz: Die Wirtschaft in Zentral- und Osteuropa florierte. Aber wie erging es den größten Unternehmen der Region? Das zeigt die achte Ausgabe der jährlichen Studie zu den Top 500 Unternehmen in MOE (Central and Eastern Europe): „Coface CEE Top 500“. 

“Die Volkswirtschaften profitierten von der steigenden Inlandsnachfrage, dank wachsendem Konsum, der durch sinkende Arbeitslosigkeit und höhere Gehälter gestützt wird, sowie steigender Investitionen in den meisten Ländern“, erklärt Katarzyna Kompowska, Coface Executive Manager Central and Eastern Europe. „Durch die allmähliche Erholung des Haupthandelspartners Eurozone und dem wichtigen Beitrag der EU-Fördermittel stieg der Export an. Das Zusammenspiel dieser Faktoren machte 2015 zu einem Jahr mit solidem Wachstum für Unternehmen. Dementsprechend beendeten die Top-Player 2015 mit gestiegenen Umsatzzahlen und stabilen Mitarbeiterzahlen.”

 

Top 500 Unternehmen: höhere Umsätze, stabile Beschäftigungszahlen
Die „CEE Top 500“-Unternehmen steigerten den Umsatz um 4,2 Prozent auf 593 Milliarden Euro, den Gewinn sogar um 3,7 Prozent auf 26,9 Milliarden. Die Top-Player der Region zählen weiterhin zu den wichtigsten Arbeitgebern. 4,3 Prozent (+0,5 Prozent) der gesamten Erwerbsbevölkerung sind bei den Top 500 Unternehmen angestellt. Dies beeinflusste die Beschäftigungszahlen positiv.

 

Top 3 Länder: Privatkonsum als Wirtschaftsmotor

Die größte Volkswirtschaft der Region, Polen, beheimatet die meisten der Top-Unternehmen. Durch die starke Inlandsnachfrage überstand das Land die Wirtschaftskrise vergleichsweise gut. Insgesamt schafften es 167 polnische Unternehmen in das Ranking, neun weniger als im Vorjahr. Die polnische Wirtschaft erzielte seit 2014 solide Wachstumsraten von über 3 Prozent.
Das größte Wirtschaftswachstum in MOE erreichte 2015 die Tschechische Republik (+4,5 Prozent). Zudem hatte das Land eine der niedrigsten Arbeitslosenzahlen in der EU mit einer Quote von 5,1 Prozent. Öffentliche Investitionen und der effiziente Einsatz des alten EU-Budgets kurbelten die Wirtschaft an. Diese Entwicklung spiegelt sich auch im Ranking wieder, in dem Tschechien mit 71 Unternehmen unter den Top 500 seine Position das vierte Jahr in Folge verbessert. Der Gesamtumsatz wuchs um 3,1 Prozent, der Nettogewinn um 16,9 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro.

Ungarn verlor eine Position, sicherte sich aber mit 69 Unternehmen, vier weniger im Vergleich zu 2014, im Ranking wieder einen Platz auf dem Podest. Die verbliebenen Top-Player verzeichneten jedoch mit 13,8 Prozent das höchste Umsatzwachstum aller in der Studie analysierten Länder. Seit der Rezession im Jahr 2012 erzielte Ungarn solide Wachstumsraten. 2015 waren es 2,9 Prozent.

 

Branchen: Mineralölprodukte, Chemikalien, Kunststoffe und Pharma mit Negativperformance

Eine anhaltende positive Entwicklung zog sich durch fast alle Branchen der „CEE Top 500“. 12 von 13 Sektoren steigerten den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr. Die Textilbranche mit 14,8 Prozent und die Automobil- und Transportbranche mit 10,3 Prozent gehören zu den größten Gewinnern. Der traditionell wichtigste Sektor Mineralölprodukte, Chemikalien, Kunststoffe und Pharmazeutika stellt weiterhin die meisten Unternehmen (111 von 500), dennoch ist es aufgrund der Erdölkrise die einzige Industrie mit sinkenden Umsätzen (-8,3 Prozent).

 

“Die Prognosen für 2016 entsprechen fast denen von 2015 mit einem geschätzten Wachstum von 3,0 Prozent. Weitere Verbesserungen am Arbeitsmarkt und das wachsende Vertrauen der Konsumenten werden die Haushaltsnachfrage als wichtigsten Wirtschaftsmotor in der Region stärken”, erwartetMichael Tawrowsky, Country Manager Coface Austria.

 

Weitere Infos in der Presse-Information und der Studie zum Download auf dieser Seite.

Presseveröffentlichung herunterladen : MOE weiter im Aufschwung (255,01 kB)

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Erich HIERONIMUS

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