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28.01.2015
Länder- und Branchenbewertungen, Pressemeldung

MENA-Region erholt sich

Die MENA-Region erholt sich.

Die Wirtschaft im Nahen Osten und Nordafrika nimmt insgesamt wieder Fahrt auf. Nach Angaben von Coface dürfte das Wachstum der MENA-Region 2014 bei 2,6 Prozent liegen. Gestützt durch die Erholung der Weltwirtschaft und Anzeichen einer politischen Verständigung in einigen Ländern der Region könnte es sich 2015 auf 3,2 Prozent beschleunigen, erwartet der internationale Kreditversicherer. Damit liegt der Zuwachs allerdings weiter unter dem Durchschnittswert der Jahre 2000 bis 2010 mit 5,4 Prozent.

Die Länder des Golfkooperationsrates (GCC) führen die Wachstumsraten der Region an. 2014 dürfte die Wirtschaft in diesen Staaten zusammen um 4,2 Prozent zugelegt haben. Für 2015 sind 4,1 Prozent zu erwarten. Faktoren dafür sind unter anderen die robusten Aktivitäten außerhalb des Ölgeschäftes sowie große Haushaltsüberschüsse. Mit ihrer Diversifizierungspolitik bauen die GCC-Länder Nicht-Öl-Branchen auf. So sank der Anteil des auf Energierohstoffen und -produkten basierenden Geschäftes am BIP von 41 Prozent im Jahr 2000 auf 33 Prozent 2014. Die GCC-Staaten profitieren zudem von einer starken finanziellen Basis, etwa den hohen Anlageguthaben der staatlichen Gesundheitsfonds und Überschüssen im Ausland. Allerdings würde sich ein anhaltender starker Rückgang des Ölpreises 2015 auch auf die Wachstumsaussichten und die Finanzhaushalte auswirken.

In Ländern wie dem Irak und Libyen wird die wirtschaftliche Entwicklung sehr stark von den aktuellen Turbulenzen beeinträchtigt. Das BIP des Irak wird 2014 wohl um 2,5 Prozent geschrumpft sein, das Libyens um 19,8 Prozent. Für die Öl importierenden Länder Ägypten, Jordanien, Libanon, Marokko und Tunesien dürften sich die Besserung im Tourismusbereich, die Zuversicht der Investoren und der Export – wesentlich angetrieben von der Erholung in den europäischen Ländern – positiv auf das Wachstum auswirken. Noch leiden die Staaten aber unter hoher Arbeitslosigkeit sowie Haushalts- und Leistungsbilanzdefiziten. Auch die Verschuldung der öffentlichen Hand ist weiter hoch.

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