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15.04.2013
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Schutz vor politischen Risiken

© INFINITY - Fotolia.com
Entgegen falsch publizierter Informationen – Coface deckt als privater Versicherer neben wirtschaftlichen auch politische Risiken ab.

Was passiert zum Beispiel, wenn ein Abnehmer im Ausland vom Staat daran gehindert wird, seine Rechnung an den Exporteur zu begleichen?  Diese Frage trat in den letzten Jahren immer mehr in den Hintergrund. Der letzte Fall (Argentinien) liegt  bereits über 15 Jahre zurück. Wenn sich die Frage doch einmal stellte, hieß die Antwort oft: Dann greift die Hermes-Deckung. Stimmt. Aber nicht nur. Denn auch private Kreditversicherer schließen in ihre Absicherung politische Risiken ein. Und das Thema gewinnt wieder an Aktualität. Das hat gerade eine neue Untersuchung von Coface ergeben.

Zunehmende politische Instabilität und Protektionismus in Schwellenländern müssen zwar nicht zwangsläufig Zahlungen an ausländische Geschäftspartner gefährden, das  Risiko aber steigt.  
Ein klassisches politisches Risiko ist das Verbot des Zahlungstransfers.  Der Importeur ist nicht insolvent und will auch zahlen. Er darf aber nicht. Der Lieferant sitzt auf der Rechnung und weiß nicht, ob und wann sein Geld fließt. Deshalb muss bei der Absicherung von Risiken, nicht nur im langfristigen Bereich, das Thema „politisches Risiko“ bei Lieferungen an Kunden im Ausland mit betrachtet werden. Freilich ist dieses Risiko in den europäischen Ländern, den stabilen Demokratien und in den entwickelten Ländern gering. Aber krisenhafte Entwicklungen können dazu führen, dass Regierungen Unternehmen daran hindern, ihren Verpflichtungen nachzukommen, oder den Banken untersagen, Zahlungstransfers auszuführen.

Aufgrund des mittel- und langfristeigen Geschäft unterliegt der Maschinen- und Anlagenbau besonderen Risiken. Nicht nur das wirtschaftliche Risiko, also die mögliche Zahlungsunfähigkeit des Abnehmers, bedarf aufgrund der Laufzeit besonderer Aufmerksamkeit. Je nach Land ist auch das politische Risiko zu beachten. Coface bietet in der Forderungsabsicherung für den deutschen Maschinenbau schon seit langem standardmäßig die Absicherung der politischen Risiken - auch für Lieferungen in EU-Länder. Dabei erstreckt sich dieser Versicherungsschutz nicht nur auf die „klassischen“ Fälle wie Konvertierungs-, Transfer- und Zahlungsverbot sowie Staatsmoratorium  (KTZM). Auch die Behinderung der Lieferung durch staatliche Eingriffe (Import- und Exportverbot) können auf Antrag mit abgesichert werden. Das sogenannte „Drittlandrisiko“ ist ebenso abgesichert. Es greift, wenn Teile der Maschinen in einem Land gefertigt werden, das durch Beschlüsse im Land des Käufers dann unter Umständen von einem Lieferverbot betroffen ist.

Im Rahmen des „Single-Risk-Programms (SRC)“ zur Einzelabsicherung von Maschinenlieferungen bietet Coface in Deutschland aber noch weitere Vorteile. So ist, anders als bei der Hermes-Deckung, auch die  Absicherung von deutschen Kunden möglich. Es gibt keine Beschränkung für ausländische Fertigungsanteile. So  werden in vielen Ländern „Cross-Border“- Lösungen möglich. Und der Inkassoservice durch Coface ist in der Prämie enthalten. Mehr dazu.

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