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04.12.2014
Länder- und Branchenbewertungen, Pressemeldung

Zauberwort heißt „Pharmerging“

Zauberwort heißt „Pharmerging“

Von den Einsparungen bei Gesundheitsausgaben in den europäischen Ländern schwer getroffen, versuchen die Unternehmen der pharmazeutischen Industrie neues Geschäft zu generieren. Sie gehen auf neue Märkte und investieren in Nischenbereiche. Das neue Absatzmodell legt den Fokus auf "Pharmerging".

Ungeachtet der alternden Bevölkerung hatte die Wirtschaftskrise heftige Auswirkungen auf den Verbrauch von Arzneimitteln in Europa. Zugleich begann die Politik stärker auf Generika zu setzen. Ärzte werden aufgefordert, primär solche Produkte zu verschreiben, die Konsumenten durch die Erstattungspraxis in Richtung der preisgünstigeren Mittel gelenkt. Etliche Unternehmen verloren große Umsatzanteile an die Hersteller von Generika, auch weil zahlreiche Patente ausliefen. Generika machen mittlerweile über die Hälfte der verkauften Mengen aus: 2013 waren es 54 Prozent.

Heute mehr denn je regulieren die Behörden den gesamten Arzneimittel-Prozess auf dem Markt. So setzt die Preispolitik auf die „Kosten-Nutzen-basierte Medizin“. Die Pharmaunternehmen müssen nun zusätzlich zur therapeutischen Wirksamkeit nachweisen, dass ein Wirkstoff auch die Lebensqualität des Patienten steigert. Diese Hürden erschweren es, Medikamente auf den Markt zu bringen und senken den Erstattungswert.

Um ihre Produktivität zu steigern, bewegen sich pharmazeutische Unternehmen in Richtung Emerging Countries. Deren alternde Bevölkerung machen die Länder zu künftigen Wachstumsmärkten. Darüber hinaus erleichtert die Gesundheitspolitik der Schwellenländer den Menschen den Zugang zur medizinischen Versorgung. ""Pharmerging" wird zum Zauberwort für die europäischen Pharmahersteller. Anders als die Industrieländer versprechen die Emerging Markets bis 2017 Zuwächse im zweistelligen Prozentbereich“, erklärt Khalid Aït-Yahia, Branchen-Economist bei Coface.

Zudem denken die Pharmaunternehmen daran, sich mit ihrer Forschung und Entwicklung in kleinere, aber profitablere Bereiche zu bewegen. Komplexe Krankheiten eröffnen die Möglichkeit zu einer strategischen Neupositionierung in solchen Nischen. So planen pharmazeutische Unternehmen ihr Wachstum in hoch komplexen Bereichen wie Onkologie, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

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