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09.02.2017
Wissen, Lösungen

Bausteine für das Rating

Quelle: Covestro

Als international tätiges Unternehmen verfügt Covestro über ein professionelles Credit Management und nutzt dabei die Bonitätsinformationen von Coface.

 

Das Ziel, Ausfall- und Zinsrisiken zu minimieren, erreichen die beteiligten Teams mithilfe verschiedenster Bausteine. Dazu zählen ein weltweites Credit Management-System (SAP FSCM), das hilft, Abläufe zu gestalten, zu vereinheitlichen und Transparenz zu schaffen. Eine weltweit gültige Credit Management Policy beschreibt unter anderem Aufgaben, Prozesse sowie Scorecard und Ratings. Und schließlich gibt es eindeutige Verantwortlichkeiten im Zusammenspiel aller am Kreditmanagement beteiligten Mitarbeiter in Marketing, Sales und Einkauf.

Seit vielen Jahren arbeitet Covestro dabei mit Coface zusammen. Nach Einführung der „@rating“-Produkte flossen die Bonitätsinformationen in das Ratingsystem mit ein. Inzwischen hat Claus Bockstandt die @rating-Bewertung durch den DRA (Debtor Risk Assessment) ersetzt. Das Individuelle Krediturteil (IKU) nutzt der Credit Manager für die Region Westeuropa weiterhin. Claus Bockstandt: „Neben Westeuropa werden IKU und DRA nun auch in den Regionen Osteuropa, Mittlerer Osten, Afrika und Lateinamerika genutzt. Wir wissen, dass in diesen Informationen sehr viel steckt, nicht zuletzt die Expertise der Kreditprüfer von Coface.“ Als alleiniges oder zentrales Kriterium für Limit-Entscheidungen dienen diese Bonitätsangaben allerdings nicht. „Sie sind wertvolle Zusatzinformationen im Rating-Prozess.“

„Generell ist es wichtig, dass wir zusammen mit den Geschäftsverantwortlichen nachvollziehbare Entscheidungen treffen“, hebt Claus Bockstandt hervor. „Es gilt, Chancen gegen Risiken abzuwägen.“ Schon aus betriebswirtschaftlichen Gründen sei es der Unternehmensleitung sehr wichtig, Schäden abzuwenden. Nicht zuletzt diene ein professionelles Credit Management aber auch der gesetzlichen Risikominimierungspflicht und als Finanzierungsparameter. Weil dazu viele Räder ineinandergreifen müssten, bestehe eine enge Zusammenarbeit zwischen Credit Management und den Geschäftsverantwortlichen des Einkaufs und Verkaufs.

Kündige oder reduziere Coface ein individuelles Krediturteil, so sei der direkte Austausch mit den Kreditprüfern in Mainz wichtig – über die Informationen, die zu einer solchen Entscheidung führten, und um zu klären, ob tatsächlich die Gefahr einer Insolvenz des Kunden drohe. „Eigene Daten ergänzen die Informationen der Coface, so dass sich ein Gesamtbild des Kunden oder Lieferanten ergibt“, betont Claus Bockstandt. „Sind die Warnsignale sehr groß, verlangen wir gegebenenfalls ein sicheres Zahlungsziel, suchen aber vor allem auch verstärkt das Gespräch mit unserem Geschäftspartner.“ Das interne Scoring sei als Entscheidungsgrundlage zwar gesetzt, aber nicht bindend. Letztendlich entschieden die handelnden Personen.

Ähnlich wie die Abnehmer werden auch wichtige Lieferanten von Covestro mit Unterstützung des DRA und des Individuellen Krediturteils auf die finanzielle Stabilität geprüft. Besonders im Fokus stehen dabei Lieferanten, deren Ausfall die Prozesskette oder Produktion gefährden könnte. Wichtig ist dabei nicht die Einmalprüfung, sondern eine fortlaufende Beobachtung, das Monitoring. Denn wie auf der Kundenseite können sich auch auf der Lieferantenseite die Verhältnisse mitunter schnell ändern. Die Monitoring-Funktion bei IKU und DRA unterstützt die Überwachung von Geschäftspartnern beider Seiten.

 

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