Über Coface

Unsere Kennzahlen

2015: GEWINN  EUR 126 MIO. VORGESCHLAGENE DIVIDENDE STABIL BEI  EUR 0,48 PRO AKTIE

 
  • Umsatzwachstum: 3,4% bei derzeitigem Konsolidierungskreis und Wechselkurs (+1,2 % bei konstantem Konsolidierungskreis und Wechselkurs)
  • Schadenquote abzüglich Rückversicherung stabilisierte sich während der letzten sechs Monate, die Combined Ratio (Schaden-Kosten-Quote) liegt bei 83,1%)
  • Gewinn (Gruppenanteil): EUR 126 Mio., EUR 28 Mio. im 4. Quartal
  • Stabiler Gewinn je Aktie bei EUR 0,80, Ausschüttungsquote5 60% des Gewinns
  • Xavier Durand ab 09.02.2016 neuer CEO
Sofern nicht anders angegeben, sind die Abweichungen im Vergleich zu den Ergebnissen am 31. Dezember 2014 dargestellt.
Die veröffentlichten Ergebnisse von 2014 wurden angepasst, um die Auswirkungen von IFRIC 21 zu berücksichtigen
Das aufgrund IFRIC 21 angepasste Jahresergebnis entspricht dem veröffentlichten Jahresergebnis für 2014
 
 
Zum Ende des Jahres 2015, das durch eine Verschlechterung des weltweiten konjunkturellen Umfeldes gekennzeichnet war, verzeichnete Coface mit EUR 126 Mio. (EUR 125 Mio. im Jahr 2014) einen leichten Gewinnanstieg (Gruppenanteil). Der Jahresumsatz stieg um 3,4 % (+1,2 % bei konstantem Konsolidierungskreis und Wechselkurs), unterstützt durch die Schwellenländer. Die Schadenquote der Gruppe abzüglich Rückversicherung stabilisierte sich während der letzten sechs Monate bei 52,5 %. Coface ist auf die Solvency II Richtlinie, die am 1. Januar 2016 in Kraft trat, gut vorbereitet. Die Quote der geforderten Eigenmittelausstattung zur Deckung der gezeichneten Risiken liegt bei 147%7. Diese entspricht dem Rahmen der Risikobereitschaft der Coface und auch der Höhe der ausgezahlten Dividende von 60% des Gewinns.
Auf der Basis eines stabilen Gewinns pro Aktie von EUR 0,80 wird die Gruppe daher eine Dividende5von EUR 0,48 pro Aktie vorschlagen.
 
 

Kennzahlen zum 31. Dezember 2015

Die Geschäftsführung der COFACE SA hat die Konzernfinanzzahlen für das am 31. Dezember 2015 endende Geschäftsjahr in ihrer Sitzung vom 9. Februar 2016 geprüft. Die Zahlen wurden vom Prüfungsausschuss überprüft. Die Jahreskennzahlen sind noch nicht testiert. Sie werden zur Zeit von den Wirtschaftsprüfern geprüft und testiert.
 
 
Tabelle-2_Coface_2015
 

Umsatz 

Im Jahr 2015 erreichte Coface einen konsolidierten Umsatz von EUR 1.489,5 Mio. Dies entspricht einer Steigerung von 3,4% im Vergleich zu 2014 (+1,2% bei konstantem Konsolidierungskreis und Wechselkurs). Dieser Anstieg ist Folge der von der Gruppe eingeführten Geschäftsstrategie auf Basis von Produktinnovationen, mehrgleisigen Vertriebskanälen und der Stärkung ihrer Vertriebsprozesse und ihres Vertriebsmonitorings.
 
Die Zahl der Neuverträge lag hinter dem Ergebnis des Vorjahres, das durch die Zeichnung einiger großer Verträge gekennzeichnet war. Die Kundenbindungsrate lag stabil bei 88,2%.
Der starke Wettbewerb und eine stabile Rentabilität der Verträge in einem reifen Marktumfeld drückten während des ganzen Jahres 2015 auf die Preise. Dennoch blieb dieser Preisdruck unter Kontrolle. Die Auswirkungen auf die Preise der Verträge lagen im Vergleich zum 30. September 2015 stabil bei -2,4%.
 
 
Tabelle-1_Coface_2015
 
Das Umsatzwachstum der Gruppe wurde durch die Schwellenländer angetrieben. In den Vereinigten Staaten ist das rückläufige Geschäftsergebnis mit der Umstrukturierung des landesweiten Vermittlernetzwerkes zu erklären. In reifen Märkten mit einer hohen Vertragsrendite herrschte weiterhin ein starker Wettbewerb, der Druck auf die Preise ausübte.
 
  

Ergebnisse

Combined ratio
Die Schadenquote nach Rückversicherung lag bei 52,5%. Sie stabilisierte sich während der letzten sechs Monate aufgrund sinkender Risiken bei den am meisten problembehafteten Unternehmen und Branchen. In diesem Zeitraum verringerte Coface weiterhin den Versicherungsschutz, insbesondere in Schwellenländern. Die Auswirkungen werden nach und nach sichtbar, abhängig vom Zahlungsverhalten.
Interne Betriebskosten waren weiterhin unter Kontrolle: Ohne Sondereinflüsse3 sanken diese um 1,8% bei konstantem Konsolidierungskreis und Wechselkurs (-0,5% beim derzeitigen Konsolidierungskreis und Wechselkurs). Diese Zahl liegt deutlich unter dem Prämienwachstum von 2,0% (+4,7 bei konstantem Konsolidierungskreis und Wechselkursen). Die Vertriebskosten stiegen 2015 schneller als die Prämien, insbesondere aufgrund eines stärkeren Umsatzwachstums in Gebieten, in denen Verträge über Makler und Partner abgeschlossen werden. Die Kostenquote nach Rückversicherung betrug zum 31. Dezember 2015 30,5% oder 29.5% ohne Wechselkurseffekte und Sondereffekte, das entspricht einem Anstieg um 0.2 Prozentpunkte im Vergleich zum 31. Dezember 2014. Insgesamt lag der Combined Ratio zum 31. Dezember 2015 bei 83.1%, 3,4 Prozentpunkte über dem Wert vom 31. Dezember 2014, was die Verschlechterung des makroökonomischen Umfeldes im Laufe des vergangenen Jahres widerspiegelt.
 
Kapitalanlageergebnis
Dank der Streuung des Portfoliovermögens, z.B. Kapitalanlagen in nicht notierten europaweiten Immobilienfonds, betrugen die Gewinne aus Kapitalanlagen4 zum 31. Dezember 2015 EUR 53.1 Mio. (davon EUR 4.5 Mio. aus der Realisierung von Bewertungsreserven) nach EUR 42,8 Mio. (davon EUR 8.4 Mio. aus der Realisierung von Bewertungsreserven) im Jahr 2014.
 
Betriebliche Erträge und Reingewinn
Ohne Sondereffekte lag das Betriebsergebnis2 bei EUR 194,1 Mio. und der Gewinn (Gruppenanteil)2 bei EUR 140,9 Mio.
Auf der Basis des Gewinns pro Aktie von EUR 0,80 wird eine Dividende5 von EUR 0,48 pro Aktie für 2015 vorgeschlagen, das entspricht dem Betrag von 2014.
 
 

Stabile Finanzlage - Solvency II

Zum 31. Dezember 2015 betrug das Eigenkapital nach IFRS (Gruppenanteil) EUR 1.760,9 Mio. Die Veränderung im Eigenkapital ist hauptsächlich das Ergebnis eines positiven Gewinns von EUR 126,2 Mio., abzüglich einer Ausschüttung von EUR 7,5 Mio. an die Aktionäre und einer Verringerung der Neubewertungsrücklage für jederzeit veräußerbare Wertpapiere.
Coface ist auf die neuen regulatorischen Rahmenbedingungen, Solvency II, die zum 1. Januar 2016 in Kraft getreten sind, vorbereitet. In diesem Zusammenhang plant Coface eine Abrundung ihres Anlagekapitalmanagements und die Einrichtung einer Bedingten Kapitallinie zur Sicherstellung ihrer Zahlungsfähigkeit beim Eintritt eines außergewöhnlichen Ereignisses6.
Errechnet auf Basis der Standardformel beträgt die Quote der geforderten Eigenkapitalausstattung für Versicherungs- und Factoringrisiken 147%. Diese Quote entspricht dem Rahmen der Risikobereitschaft der Gruppe und der Ausschüttungsquote von 60% des Gewinns, wie in diesem Jahr erneut vorgeschlagen.
Die Ratingagenturen Fitch und Moody‘s haben die Ratings der Grouppe (IFS) mit AA- bzw. A2 (stabiler Ausblick) am 17. September und 13. Oktober 2015 bestätigt.
 
 

ÜBERTRAGUNG DER ABWICKLUNG DER STAATSBÜRGSCHAFTEN FÜR DEN FRANZÖSISCHEN STAAT

Bpifrance bereitet zur Zeit die Übernahme der Abwicklung der Staatsgarantien vor, die bisher von Coface im Namen des französischen Staates durchgeführt wurde. Die Übertragung unterliegt Änderungen der bestehenden gesetzlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen, die durch Verordnung8 in Kraft treten werden. Coface wird durch weiterhin die Vergütung durch den französischen Staat erhalten, bis die Übertragung dieser Geschäftstätigkeit wirksam wird. Das Datum hierzu ist noch nicht bekannt.
 
 

Ausblick

Die derzeitigen makroökonomischen Bedingungen stellen eine Herausforderung dar (schwaches Wachstum in Industrieländern, erhöhte Risiken in Schwellenländern, und Unbeständigkeit der Finanzmärkte). Für das Jahr 2016 wird hier keine wesentlich Änderung erwartet. Aufgrund des fehlenden Aufschwungs im weltweiten Geschäft und unter Berücksichtigung der Übertragung der Abwicklung der Staatsgarantien wird das vor zwei Jahren für das Jahresende 2016 gesetzte Wachstums- und Rentabilitätsziel (Rendite des durchschnittlichen Eigenkapitals) nicht erreicht werden.  Dadurch wird jedoch das Geschäftsmodell der Coface, deren Finanzstärke und die Ausschüttungsrate von 60% nicht beeinträchtigt.
 
Wie am 15. Januar 2016 bekannt gegeben, übernimmt Xavier Durand heute, am 9. Februar 2016, das Amt des CEO der Coface von Jean-Marc Pillu. Xavier Durand, 52, hat einen Abschluss der École Polytechnique und verbrachte den größten Teil seiner beruflichen Laufbahn bei GE Capital. Während der vergangenen 25 Jahre erwarb er in mehr als 30 Ländern Erfahrungen auf der operativen Führungsebene im Geschäft mit regulierten Finanzdienstleistungen.
 
Zu seiner Ernennung äußert sich Xavier Durand, CEO der Coface, wie folgt: „Ich bin stolz, dieses großartige Unternehmen zu führen. Coface ist eine weltweit geschätzte Marke und verfügt über umfangreiche Erfahrungen. Ich werde meine Schwerpunkte wie folgt festlegen:
  • Risiken: Unsere Risiken wurden zwischen 2014 und 2015 angepasst und wir werden diese Anpassungen so lange wie erforderlich fortsetzen. Die Auswirkungen werden sich mit der Zeit zeigen.
  • Kosten: Wir werden die strukturellen Veränderungen, die zur Steigerung der operativen Effizienz der Gruppe erforderlich sind, prüfen und einführen.
  • In diesem Zusammenhang ist es meine Aufgabe, die Mittel und Wege für eine Ankurbelung der Geschäfte der Gruppe zu finden.
 
Nach einer Einarbeitungszeit werde ich mit meinem Führungsteam die Maßnahmen definieren, mit denen wir die Profitabilität der Coface Gruppe langfristig steigern wollen. Ich nehme diese Aufgabe heute in Angriff und werde Sie über unsere Fortschritte quartalsweise unterrichten."
 
 
Anmerkungen
 
[1] Konstanter Konsolidierungskreis und Wechselkurs. Die veröffentlichten Ergebnisse von 2014 wurden angepasst, um die Auswirkungen von IFRIC 21 zu berücksichtigen. Das aufgrund IFRIC 21 angepasste Jahresergebnis entspricht dem veröffentlichen Jahresergebnis für 2014.
[2] Siehe Anhang: "Reconciliation table", für die Berechnung des Betriebsergebnisses ohne Sondereffekte. Zur Berechnung des Gewinns (Gruppenanteil) wurde für die Sondereffekte eine normalisierte Steuerquote für die Geschäftsjahre 2014 und 2015 angesetzt..
[3] Interne Betriebskosten werden neubewertet, um eine außergewöhnliche Rückstellung in Höhe von EUR 3.2 Mio. auszuschließen.
[4] Ergebnisse aus Kapitalanlagen abzüglich Aufwendungen, ohne Fremdkapitalkosten.
[5] Ausschüttung vorbehaltlich der Genehmigung durch die Generalversammlung am 19. Mai 2016.
[6] Vorbehaltlich der Unterzeichnung einer Vereinbarung zur Errichtung dieser Bedingten Kapitallinie.
.[7] Deckungsquote berechnet nach der Solvency II Standardformel nach der Interpretation der Coface. Vorläufige Berechnung.  
[8] Finanzgesetz Nr. 2015-1786, Artikel 103 vom 29. Dezember 2015. 
Oben
  • Deutsch