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10.06.2015
Länder- und Branchenbewertungen, Pressemeldung

Insolvenz-Monitor CEE

Insolvenz-Monitor CEE

 Die verbesserte Konjunktur in den Ländern Mittel- und Osteuropas (CEE) im Jahr 2014 führte zu einer Stabilisierung der Unternehmensinsolvenzen mit einem geringen Rückgang um 0,5 Prozent. Während die Insolvenzen in Slowenien und Ungarn stiegen, verzeichneten Serbien und Rumänien weniger Firmenpleiten. Der Ausblick ist positiv: Coface prognostiziert einen Rückgang der Insolvenzen um 6 Prozent im Jahr 2015.

 

Die Unternehmen in der Region Zentraleuropa haben in den vergangenen Jahren turbulente Zeiten erlebt. Der Rückgang des privaten Konsums aufgrund der steigenden Arbeitslosigkeit und des anhaltenden Schuldenabbaus forderte die Volkswirtschaften. Zusätzlich wurden sie von der „Double-Dip“-Rezession ihrer wichtigsten Handelspartner in der Eurozone getroffen.
„Zwar gibt es einen geringfügigen Rückgang der Insolvenzen, wir sprechen jedoch immer noch über eine beträchtliche Anzahl von über 65.000 Firmenpleiten in Zentraleuropa. Die Verbesserung der Inlandsnachfrage war kein ausreichender Faktor, um die Insolvenzen auf ihr Vor-Krisen-Niveau zu bringen. Mit einem prognostizierten BIP-Wachstum von 2,7 Prozent sind wir überzeugt, dass sich der Abwärtstrend der Insolvenzen fortsetzt. Dennoch braucht es Zeit, bis Unternehmen von dem wirtschaftlichen Aufschwung profitieren. Eine Erholung nach einem Konjunkturtief nimmt viel mehr Zeit in Anspruch als ein schneller Einbruch der Geschäftstätigkeit aufgrund einer Marktverschlechterung“, erklärt Grzegorz Sielewicz, Economist für Central Europe bei Coface.

 

Ebenso wie die Wirtschaftslage variiert auch die Insolvenzdynamik zwischen den CEE-Volkswirtschaften. Ein starker Anstieg der Insolvenzen wurde in Slowenien und Ungarn verzeichnet. Erfreuliche Ergebnisse weisen Serbien und Rumänien auf. Durch Änderungen der serbischen Insolvenzordnung im August 2014 verringerte sich im Vorjahr die Anzahl der insolventen Unternehmen um 43,8 Prozent. Die solide Konjunktur Rumäniens, gestützt durch einen stärkeren privaten Konsum und die vermehrte Nutzung von EU-Mitteln, wirkt sich positiv auf die Unternehmen aus. Die Insolvenzen haben sich um 28 Prozent verringert.

  

INFOGRAFIK: INSOLVENZEN In Mittel- und Osteuropa: Wirtschaftliche Lage verbessert, aber weiter schwierig

Presseveröffentlichung herunterladen : Insolvenz-Monitor CEE (203,30 kB)

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Erich HIERONIMUS

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