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12.02.2019
Länder- und Branchenbewertungen, Pressemeldung

Coface: Ausblick 2019

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Wirtschaftlicher Abschwung und politische Risiken Fallstricke für Unternehmen. Das eskalierende politische Risiko, die hohe Volatilität der Rohstoffpreise und Versorgungsengpässe verlangsamten das weltweite Wachstum Ende 2018 und trüben die Aussichten für 2019. Für das laufende Jahr erwartet Coface 3 Prozent nach 3,2 Prozent in 2018 und 2017. „Zum ersten Mal seit der Staatsschuldenkrise 2011/2012 müssen Unternehmen in diesem Jahr zur gleichen Zeit zwei Fallstricke beachten: die konjunkturelle Abschwächung und die politischen Risiken“, sagt Julien Marcilly, Coface Chief Economist.

 

„Im Gegensatz zu den üblichen wirtschaftlichen Entwicklungen schwächelt die Wirtschaft in Westeuropa vor jener in den USA. Unsere Untersuchungen prognostizieren einen Anstieg der Unternehmensinsolvenzen in 20 von 26 analysierten europäischen Ländern“, unterstreicht Katarzyna Kompowska, Regional CEO Nordeuropa bei Coface. Das bedeutet ein Plus von 1,2 Prozent in der Eurozone und 6,5 Prozent in Mittel- und Osteuropa. „Dieses erhöhte Kreditrisiko für Unternehmen beruht auf einer konjunkturellen Abschwächung und anhaltenden politischen Unsicherheiten“, erläutert Kompowska.

 

Automobilbranche unter Druck

Besonders betroffen ist die Automobilbranche. Nach einem Wachstumszyklus von rund acht Jahren zeichnet sich jetzt eine Verlangsamung ab. „Investitionsbedarf, verstärkter Wettbewerb, veränderte Lebensstile der Verbraucher, die notwendigen Anpassungen an neue Umweltnormen, die Reifung des chinesischen Marktes und der zunehmende Protektionismus machen der Automobilbranche zu schaffen“, betont Julien Marcilly. Diese Entwicklungen haben Coface dazu veranlasst, den Automobilsektor in fast allen westeuropäischen Ländern sowie in Zentral- und Osteuropa auf mittleres Risiko und auf hohes Risiko in Latein- und Nordamerika herabzustufen.

  

Schwellenländer immer noch anfällig

Das globale Umfeld hat entgegengesetzte Auswirkungen auf die Schwellenländer. Die Verlangsamung des Wachstums in der Eurozone (plus 1,6 Prozent für 2019) und den USA (plus 2,3 Prozent) setzt die Schwellenländer Ansteckungseffekten aus – hauptsächlich durch Handelsströme. Das Wachstum des Welthandels wird sich in diesem Jahr voraussichtlich weiter verlangsamen. Coface prognostiziert aktuell für 2019 nur plus 2,3 Prozent. Positiv wirkt sich jedoch die Dämpfung des Wachstums in den USA aus. Durch die Verringerung der Wahrscheinlichkeit von Zinserhöhungen durch die US-Notenbank ist das Risiko eines Kapitalabflusses aus den Schwellenländern begrenzt.

 

 

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Zahlreiche politische Risiken müssen in diesem Jahr in den aufstrebenden Ländern und insbesondere in Afrika überwacht werden. Zu beobachten sind hier ganz besonders die Urnengänge in Nigeria, Südafrika und Algerien. Trotz der fragilen politischen und sicherheitspolitischen Lage hält Coface an einem günstigeren Ausblick für Mosambik (jetzt D) fest, dessen Devisenreserven seit 2014 am höchsten sind und ein Wachstum von mehr als 3 Prozent aufweisen. Dies gilt auch für Ruanda (A4). Das Geschäftsklima dort verbessert sich ständig, und die Reformdynamik wurde beibehalten.

Coface stuft die Länderbewertungen von ölabhängigen Volkswirtschaften herauf, da der Ölpreis trotz hoher Volatilität auf einem moderaten Niveau bleibt: Angola (jetzt C), Aserbaidschan (B), Kanada (A2), die Vereinigten Arabischen Emirate (A3) und Trinidad & Tobago (B).

Libanon ist das einzige Land, das in diesem Jahr bislang herabgestuft wurde (jetzt D), was durch anhaltende wirtschaftliche Schwierigkeiten begründet ist.

 

Lesen Sie den kompletten Ausblick im Coface Barometer („Siehe auch“).

 

Die Coface-Risikoweltkarte zum Download („Siehe auch“).

 

Die Infografik zu den Branchenbewertungen zum Download ("Siehe auch"). 

 

Das „Coface Handbook Country Risk 2019“ zum Download finden Sie hier: http://static.coface.com/handbook/coface-country-sector-risks-2019.pdf

 

Die Informationen werden ständig aktualisiert und für jedes Land und jede Branchen auf der Coface-Webseite veröffentlicht: Alle Länder- und Branchenbewertungen von Coface. 

Presseveröffentlichung herunterladen : Coface: Ausblick 2019 (191,59 kB)

Kontakt


Erich HIERONIMUS

Pressesprecher
Isaac-Fulda-Allee 1
55124 Mainz
DEUTSCHLAND
Tel. : +49 6131 323 541
E-Mail : erich.hieronimus@coface.com

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