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24.10.2019
Länder- und Branchenbewertungen, Pressemeldung

Weltkarte der Länderrisiken

Kreditversicherer-Coface:-Probleme-in-Weltwirtschaft-nehmen-zu

Noch immer viel rot auf der Coface-Risikoweltkarte. Nord-Süd und West-Ost-Gefälle bei Länderbewertungen. Hongkong in A3 herabgestuft.

 

Der Handelskrieg zwischen den USA und China hat die Exporte der chinesischen Verwaltungszone stark beeinflusst. Während die originären Exporte Hongkongs nur einen geringen Anteil am Bruttoinlandsprodukt ausmachen, sind die aus China stammenden und über Hongkong als Zwischenstation exportierten Güter mit einem Anteil von 150 Prozent am BIP Honkongs bedeutender. Diese Re-Exporte sind in den ersten sechs Monaten 2019 im Durchschnitt um 4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken. „Und dieser Gegenwind wird voraussichtlich bis weit in das Jahr 2020 hinein anhalten“, erwartet der Volkswirt für Asien-Pazifik bei Coface, Carlos Casanova. Die Folge: eine nur sehr schwache Wachstumsrate von 0,6 Prozent in den ersten beiden Quartalen.

 

Einige Branchen, darunter Einzelhandel, Dienstleistungen und Transport, sind von den politischen Protesten betroffen, die im Juni 2019 begannen und nicht nachlassen. Einerseits mussten Einkaufszentren geschlossen werden, weil Demonstranten die Hauptstraßen verstopften. Andererseits ging die Zahl der Touristen im Juli und August sehr deutlich zurück. „Die schwächere Nachfrage wird das Wachstum im dritten Quartal weiter dämpfen, was sehr wahrscheinlich zu einer technischen Rezession führen wird“, sagt Carlos Casanova.

 

So müssen auch deutsche Unternehmen, die in Hongkong investieren wollen, bei ihren Investitionsplänen ein Umfeld mit höheren politischen Risiken berücksichtigen. „Auf der positiven Seite und trotz der anhaltenden politischen Krise bleiben das Justizsystem, der institutionelle Rahmen und das günstige Steuersystem Hongkongs unverändert“, erklärt Carlos Casanova. „Damit sollte die Rolle Hongkongs als Tor zu China weiterhin unterstützt werden. Schließlich bleiben die traditionellen Indikatoren für die Kapitalflucht, wie Geldbasis, Portfolioströme in Aktien, Anleihen und Immobilienmarkt, stabil.

 

Nur noch vier Länder in A1 

Norwegen, die Niederlande, die Schweiz und Luxemburg. Das sind die vier verbliebenen Länder in der Kategorie A1 beim internationalen Kreditversicherer Coface. Denn mit Deutschland und Österreich hatte Coface im Juli 2019 zwei Länder aus der besten Stufe der Länderbewertungen in A2 herabgesetzt.

 

2019-10-24 12_54_55-Coface_Weltkarte_Laenderrisiken_10-2019 - Kopie.pdf - Adobe Acrobat Reader DC neu

 

Der Blick auf die Risikoweltkarte zeigt: In A2 sind die westlichen EU-Länder, Nordamerika mit den USA und Kanada, Australien und in Asien Japan, Südkorea und Taiwan. Im Wesentlichen zeigt sich der Farbverlauf in Richtung höheres Risiko von West nach Ost und von Nord nach Süd. Dunkelrot und mit dem höchsten Risiko (E) kennzeichnet Coface unter anderem in Afrika Libyen, Sudan, Eritrea und Zimbabwe, im arabischen Raum Syrien, Irak und Iran, dazu Venezuela und Nordkorea.

Der Kreditversicherer Coface beschreibt mit den Bewertungen für 161 Länder das Risiko für Unternehmen, bei Geschäften mit Kunden in einem Land Forderungsausfälle zu erleiden. Außerdem untersucht Coface 13 Branchen in 26 Ländern. Dieses Spektrum umfasst rund 85 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung. Die Bewertungen sind ein fundierter Indikator für das Risikomanagement von Unternehmen.

 

 

Die Coface-Risikoweltkarte zum Download („Siehe auch“).

 

Das neueste Coface-Barometer zum Download auf dieser Seite („Siehe auch“).

 

Mehr zur Herabstufung Deutschlands: Zur News! 

 

Das „Coface Handbook Country Risk 2019“ zum Download finden Sie hier: http://static.coface.com/handbook/coface-country-sector-risks-2019.pdf

 

Die Informationen werden ständig aktualisiert und für jedes Land und jede Branchen auf der Coface-Webseite veröffentlicht: Alle Länder- und Branchenbewertungen von Coface. 

Presseveröffentlichung herunterladen : Weltkarte der Länderrisiken (163,26 kB)

Kontakt


Erich HIERONIMUS

Pressesprecher
Isaac-Fulda-Allee 1
55124 Mainz
DEUTSCHLAND
Tel. : +49 6131 323 541
E-Mail : erich.hieronimus@coface.com

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